Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung
3. überarbeitete Auflage
3. überarbeitete Auflage

Unfallversicherung und Arbeitsschutz

Die Träger der Unfallversicherung und die Berufsgenossenschaften sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und haben den gesetzlichen Auftrag, Arbeits- und Wegeunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten. Und sollte es doch zu einem Arbeitsunfall kommen, tragen geeignete Rehabilitationsmaßnahmen dazu bei, die Arbeitsfähigkeit des verunfallten Mitarbeiters schnellstmöglich wiederherzustellen. Die gesetzliche Unfallversicherung entschädigt Versicherte oder deren Hinterbliebene nach Eintritt eines Versicherungsfalls. Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung trägt der Arbeitgeber.

Unsere Position:
Insbesondere im Leistungsrecht bedarf es dringend einer Reform der gesetzlichen Unfallversicherung. Dieser Sozialversicherungszweig muss sich auf betriebsspezifische Risiken konzentrieren. Allgemeine Gesundheitsrisiken oder Risiken, die ihren Ursprung in der persönlichen Lebensweise der Versicherten haben, auf die der Arbeitgeber keinen Einfluss haben kann und will, müssen schärfer von Berufskrankheiten abgegrenzt werden. Auch der Weg zur oder von der Arbeit ist aus dem Leistungskatalog zu streichen.

Eine Erwerbsschadensrente sollte die heutige Unfallrente ablösen. Mit ihr könnte zielgenau die konkrete Einkommensminderung bis zum Eintritt in die Altersrente ausgeglichen werden.

Arbeitsschutz und Arbeitsgestaltung tragen wesentlich zur Gesundheit am Arbeitsplatz bei. Sie müssen jedoch die notwendige Flexibilität besitzen, um an die jeweiligen Gegebenheiten in den Unternehmen angepasst werden zu können. Nur so können einerseits die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Mitarbeiter gewährleistet und gefördert und andererseits die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens erhalten werden.

Um die Unternehmen bei der Wahrnehmung und Erfüllung ihrer Pflichten im Bereich Unfallverhütung/Arbeitsschutz zu unterstützen, muss der Vorschriftendschungel gelichtet werden. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen ist es kaum noch leistbar, die Fülle von Unfallverhütungsvorschriften, Gesetzen und Verordnungen zu überblicken und notwendige betriebliche Maßnahmen daraus abzuleiten.

Der VWT ist ideeler Unterstützer des Thüringer Arbeitsschutzpreises "Johannes Bube".

  Weiterführende Informationen:
  Praxisleitfaden für Arbeitgeber "Die Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz - Besonderer Schwerpunkt: psychische Belastung" - BDA-Broschüre Link
  "Psychische Arbeitsbelastung und Gesundheit"- GDA-Broschüre Link
  "Empfehlungen zur Qualifizierung betrieblicher Akteure für die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung" - GDA-Broschüre Link


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