VWT-Hauptgeschäftsführer Stephan Fauth zum Austritt Großbritanniens aus der EU:

"Das ist und bleibt keine gute Nachricht. Großbritannien ist ein wichtiges Partnerland der Thüringer Wirtschaft. Jetzt brauchen wir ein vernünftiges Handelsabkommen."
01/30/2020

Medieninformation

Zum Austritt Großbritanniens aus der EU sagte VWT-Hauptgeschäftsführer Stephan Fauth: "Das ist und bleibt keine gute Nachricht. Großbritannien ist ein wichtiges Partnerland der Thüringer Wirtschaft. Jetzt brauchen wir ein vernünftiges Handelsabkommen."

"Mit der gestrigen Abstimmung der britischen Abgeordneten ist es endgültig klar, dass Großbritannien die EU verlässt. Das ist und bleibt keine gute Nachricht. Nach wie vor ist vieles unklar. Großbritannien ist ein wichtiges Partnerland der Thüringer Wirtschaft.

In Thüringen hat der Brexit Auswirkungen auf den Bereich der Luftfahrt, die Automobilbranche, die Kunststoff- und Ernährungsindustrie. Die Firmen haben sich so gut wie möglich vorbereitet. Dazu gehörte unter anderem, Lieferketten zu überprüfen, Lagerbestände aufzubauen und das Personal in Umgang mit Zollformalitäten zu schulen. Besonders die künftige Zollabfertigung wirft Fragen auf, denn Großbritannien wird zum Drittland. Jetzt brauchen wir ein vernünftiges Handelsabkommen. Die künftigen Freihandelsverhandlungen werden nicht einfach. Zumal die knappe Zeit der Übergangsphase bis Ende des Jahres nicht ausreichen wird. Es droht deshalb weiterhin ein harter Bruch", sagte VWT-Hauptgeschäftsführer Stephan Fauth.

2018 belegte das Vereinigte Königreich beim Thüringer Export Platz fünf nach den USA, Frankreich, Ungarn und China. Beim Import war es Platz 4 nach China, Polen und Italien. Der Anteil Großbritanniens am Thüringer Außenhandel betrug beim Export 2019 knapp sieben Prozent (2018: 6,1%). Beim Import waren es 10 Prozent (2018: 7,6%).*  Es wurden jeweils Waren im Wert von etwas mehr als einer Milliarde Euro ein- und ausgeführt.

*Quelle: Statistisches Bundesamt


Dr. Ute Zacharias
Verbandssprecherin
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